Digitale Plattformen prägen zunehmend die Sicht junger Menschen auf Beziehungen, Geschlechterrollen und Gesellschaft. Der Vortrag beleuchtete aktuelle Online-Phänomene wie Incel-Communities, Tradwife-Ideale oder Alpha-Male-Coaches und zeigte auf, wie sie Anknüpfungspunkte für demokratiefeindliche und extremistische Narrative schaffen können.
Soziale Medien sind für viele junge Menschen ein zentraler Ort der Orientierung, Identitätsentwicklung und Gemeinschaft. Vorstellungen von Beziehungen, Geschlechterrollen, Erfolg und gesellschaftlicher Ordnung werden heute zunehmend online vermittelt und durch Algorithmen sowie Influencer*innen verstärkt. Besonders erfolgreich sind dabei oft Inhalte, die einfache Antworten auf komplexe Fragen versprechen und scheinbar klare Orientierung bieten.
Phänomene wie Incel-Communities, Tradwife-Ideale, christlich-fundamentalistische Influencer*innen oder sogenannte Alpha-Male-Coaches gewinnen dabei zunehmend an Aufmerksamkeit. Sie vermitteln feste Rollenbilder, vereinfachte Weltdeutungen und häufig auch abwertende oder autoritäre Vorstellungen von Gesellschaft. Gerade für junge Menschen in Phasen von Unsicherheit, Identitätssuche oder persönlichen Umbrüchen können solche Angebote attraktiv wirken und im Einzelfall Anschlussstellen für demokratiefeindliche oder extremistische Narrative schaffen.
Der 2,5-stündige Vortrag bietet einen verständlichen und differenzierten Einblick in diese Entwicklungen. Anhand konkreter Beispiele aus digitalen Lebenswelten werden die zugrunde liegenden Botschaften, Mechanismen und Wirkungsweisen analysiert.
Zielgruppe: Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte sowie weitere Interessierte.